Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.


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Information

Inhalt:

  1. Artikel "Weg vom Zwang – hin zu mehr Freiheit"
  2. Beitrag zur Psychiatrietagung „zugehörig – angewiesen – gemeinsam“
  3. Grußwort des Bezirkstags-Präsidenten Josef Mederer
  4. Jubiläums-Fachtag 20 Jahre Verband Bayerischer Psychiatrie-Erfahrener
  5. Bayern barrierefrei, auch für Psychiatrie-Erfahrene (Interview)
  6. Presseerklärung zum Selbsthilfe-Tag in Bayreuth
  7. Position des Verbandes zur Isolierzimmer-Petition
  8. Inklusive-Kunstausstellung in München vom 17.3. bis 10.6.2016
  9. Einladung zum SH-Tag nach Bayreuth
  10. Der neue BayPE-Rundbrief 2015 zum Download!
  11. Bundesverdienstorden für Reinhold Hasel
  12. Almuth-Rönner-Inklusionspreis
  13. Plakat für Praxen und Kliniken
  14. Stellungnahme zum geplanten Psych(K)HG
  15. Runder Tisch für ein Psych. Hilfe-Gesetz in Bayern


Weg vom Zwang – hin zu mehr Freiheit

In Zusammenarbeit mit BayPE und dem Bayerischen Bezirketag fand die Tagung:

Neue Wege in der Psychiatrie:
Psychiatrie - Inklusion - Politik


in der Politischen Akademie Tutzing statt.
hier zur ihrer Webseite

Der Bericht im Anschluss an die Tagung:
Weg vom Zwang - hin zu mehr Freiheit
(PDF-Artikel)

Akademie-Report 02-2016

23. Mai 2016


Psychiatrie-Erfahrene und Politik:
Ohne gemeinsame Gespräche geht es nicht!


Martina Heland-Gräf am 12. Mai 2016 in der Evangelischen Akademie Tutzing auf der Psychiatrietagung „zugehörig – angewiesen – gemeinsam“:

Wer Visionen hat, der soll zum Arzt gehen, sagte mal Altbundeskanzler Helmut Schmidt. Und ich sage: Die wichtigste Vision ist die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und da die Politik das noch nicht versteht umzusetzen, werden in der Bundesregierung viele Arzttermine vergeben.

Politik und Psychiatrie-Erfahrene haben sich in den letzten Jahren zusammen mit den Angehörigen-Verbänden in Bayern so angenähert, dass man schon von trialogischen Gesprächen reden kann. Politiker verstehen langsam, dass sie Entscheidungen nicht ohne uns, die Erfahrenen und die Angehörigen, treffen können. Wir wollen hoffen, dass es sich nicht um ein Legislatur- periodensymptom handelt und dann wieder verschwindet, aber je mehr wir mit Politikern reden umso mehr habe ich den Eindruck, dass wir auch lernen, wie Politik geht. Auch wenn ich jetzt etwas salopp sage: Es ist ein Hauen und Stechen und dann wird man sich einig.

Politik im Trialog erwartet, das jeder jedem respektvoll zuhört, bestenfalls nachdenkt und dann punktgenau darauf antwortet. Um dann eben zu einem tragfähigen Ergebnis zu kommen.

In Bayern gehen die Uhren ja anders als andernorts. Wenn es für die Bundesregierung keine Arzttermine mehr gibt, sollten die Bayern das Kontingent auf jeden Fall reservetechnisch erweitern, um die Visionen von Politikern, Psychiatrie-Erfahrenen und Angehörigen im besten trialogischen Stil zu bearbeiten.

Auf dem Einladungsflyer steht: Ein Trialog ist ein Dialog. Meine Oma hat früher zu mir gesagt: „Viele Köche verderben den Brei." Lange habe ich darüber nachgedacht, wie sie das meinte. Je mehr Menschen ein Thema bearbeiten, umso mehr Köpfe rauchen, je mehr Ideen können besprochen werden, aber auch umso größer wird die Gefahr, den roten Faden zu verlieren, welches das Ergebnis in weite Ferne rücken lassen kann.

Unsere BayPE-Politik ist Gesundheitspolitik und nicht nur Jammern. Wir lassen uns auf unangenehme Gespräche und Gesprächssituationen ein und formulieren uns. Es geht uns auch nicht darum, sagen zu können, wir reden mit dem Professor oder Abgeordneten oder einem Minister, wir wollen uns nicht im Glanz hochstehender Persönlichkeiten sonnen. Wir wollen mit ihnen professionell arbeiten und nicht von deren Anerkennung abhängig sein. Das soll heißen: Zusammenarbeiten auf Augenhöhe.

Wir bringen ja auch Fachwissen mit und eignen uns zusätzliches Wissen an, um zielführende und richtige Entscheidungen im Trialog zu treffen. Es gibt Selbsthilfe-Gesprächsgruppen und örtliche Selbsthilfe-Vereine und es gibt den BayPE, der sich politisch für Psychiatrie-Erfahrene in ganz Bayern einsetzt und dabei auch nicht die Vergangenheit der Euthanasie vergisst.

Ausgewogene Gesprächssituationen, egal ob trialogisch oder anderswie, sind nicht zwei gegen einen.

zugehörig – angewiesen – gemeinsam

Das sind drei Wünsche auf einmal.
Ob wir als Psychiatrie-Erfahrene zugehörig sein müssen, weil wir gemeinsam angewiesen sind uns zu definieren, oder ob wir auf jemanden angewiesen und deswegen gemeinsam zugehörig sind, müsste noch trialogisch auf Augenhöhe besprochen werden.

Keine Angst: Das Wortdurcheinander soll nur zum Nachdenken anregen, dass Worte manchmal auch eine Auslegungssache sind und gut gewählt sein wollen. Ich hoffe ich habe mich politisch nicht um Kopf und Kragen geredet und es hat keiner für mich einen Arzttermin ausgemacht.

Diese Veranstaltung war eine wichtige, weil es gelungen ist Trialog wie einen roten Faden durch die Veranstaltung zu schleusen. Um klar zu machen, ohne ein gemeinsames zusammengehöriges aufeinander angewiesenes Gespräch im Trialog oder Dialog geht es nicht. Das ist ein super Ergebnis.

In diesem Sinne freue ich mich als Teil dabei gewesen zu sein.
Vielen Dank!

17. Mai 2016


Trialog mit Betroffenen soll Standard in Krankenhäusern werden

Grußwort des Präsidenten des Bayerischen Bezirketags
Josef Mederer

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder des Landesverbands Psychiatrieerfahrener,

zunächst wünsche ich Ihnen zu Ihrem zweiten runden Geburtstag von Herzen alles Gute! Mit 20 ist man längst den Kinderschuhen entwachsen und gewachsen, das beweisen Sie uns nicht nur mit Ihrer Jubiläumsveranstaltung im ehrwürdigen Kloster Banz und den zahlreichen Gratulanten und Grußwortrednern.
Längst sind Sie ein etablierter und gewiefter Akteur in Sachen Psychiatrie auf der Landesebene. Und das ist auch gut so!!

Aus Sicht eines kommunalen Spitzenverbandes, der zum einen die Versorgungsverantwortung der Bezirke für die akutpsychiatrische Versorgung durch ihre Kliniken, aber auch den Bereich der komplementären Versorgung im Rahmen der Eingliederungshilfe bündelt, braucht es den BayPE als Gegenüber, als Dialogpartner, aber auch als Sprachrohr, welches Forderungen Nachdruck verleiht, den Finger auf die Wunde legt, auf Defizite aufmerksam macht.
Ich bewundere, wie sich der Landesverband in den letzten Jahren entwickelt hat, gereift in Durchschlagskraft und Ausdrucksvermögen. Aus vielen Arbeitsgruppen im Rahmen des Runden Tisches PsychKHG oder des Bezirketags sind Ihre wertvollen, augenöffnenden Beiträge nicht mehr weg zu denken. Sie wirken selbstverständlich in den Planungs- und Steuerungsgremien des Versorgungssystems sowie bei Experten- und Verbandsanhörungen mit und können so Ihren Grundsatz „Nichts über uns ohne uns“ an vielen Stellen in die Tat umsetzen. Ihr beharrliches An-Die-Schale-Klopfen hat dabei so manches (Vor)Urteil weich geklopft.

Der Bayerische Bezirketag ist dem Landesverband in besonderer Weise verbunden. Deswegen bedauern sowohl ich wie auch die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle sehr, dass wir an Ihrer Geburtstagsfeier nicht teilnehmen können ... weiterlesen

14. Mai 2016


20 Jahre Einsatz für Psychiatrie-Erfahrene

Einladung zum Fachtag organisierter Psychiatrie-Erfahrenen-Selbsthilfe in Bayern

Pressemeldung

Der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. (BayPE e.V.) feiert mit einem Fachtag sein 20-jähriges Jubiläum

von
Dienstag, 17. bis Mittwoch, 18. Mai 2016
im Bildungszentrum Kloster Banz.

Eingeladen sind alle Mitglieder und Aktive in der Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener, sowie Angehörige von Menschen mit der Erfahrung psychischer Krisen, deren Freunde und Förderer.

Den Auftakt bilden Glückwünsche und Grußworte

  • von Herrn Achim Kuck, Vorstandsmitglied des BayPE e.V.
  • von Frau Kathrin Sonnenholzner, Mitglied des Bayerischen Landtags
  • von Frau Susanne Stier, Vorstandsmitglied der Münchener Psychiatrie-Erfahrenen e.V.
  • von Herrn Dr. Georg Walzel, Ministerialdirigent des Ministeriums für Gesundheit und Pflege
  • von Frau Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Menschen mit Behinderung
  • und von Frau Heidi Popp, vom Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker
  • angefragt ist Herr Josef Mederer, Präsident des Bayerischen Bezirketags

Für den musikalischen Rahmen spielt das Landesverbandsorchester auf.

Mit der Lesung des Augenzeugentextes Wie es begann - Bayerns Psychiatrie-Erfahrene organisieren sich und dem Impuls-Referat Recovery-Bewegung wird die Richtung des ersten Tages gezeichnet. Die Teilnehmenden werden sich auf ihre Ressourcen und Bedarfe besinnen können um gemeinsam in Kleingruppen exemplarisch Beispiele für gelingende Alternativen zur herkömmlichen psychiatrischen Behandlung zu erarbeiten und zu formulieren.

Am zweiten Tag referiert Herr Werner Brand, Bürgerhilfe in der Psychiatrie, Landesverband Bayern e.V. zum Thema „Achtsamkeit“. Anschließend werden diverse Gesprächsforen angeboten.

Dabei soll eine Gewissheit den Teilnehmenden bleiben:
Vor 20 Jahren, am 18. Mai 1996, konstituierte sich in Nürnberg die Bayerische Landesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie Erfahrener im Bundesverband Psychiatrie Erfahrener e.V. aus der heraus sich der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. 2001 als Verein gründete und heute nach 20 Jahren ist er immer noch da.

Der BayPE e.V. bedankt sich für die Förderung durch seine Mitglieder und Spender, durch die Bayerische Staatsregierung, vertreten durch die Regierung von Oberbayern, durch den Freistaat Bayern, vertreten durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, durch die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern, durch den Verband der Bayerischen Bezirke und die sieben Bayerischen Regierungsbezirke.

Einladungs-Faltblatt für den Fachtag auf Kloster Banz:

16. April 2016


Barrierefreiheit auch für Psychiatrie-Erfahrene!

Im Gespräch ...

Margarete Blank und Martina Heland-Gräf unterhielten sich im letzten, sehr heißen Sommer mit den Machern der Webseite "Bayern Barrierefrei" der Bayerischen Staatsregierung. Die beiden Vorstandsfrauen des BayPE gaben Auskunft, was es heißt psychiatrieerfahren zu sein und eben nicht "psychisch krank", welche Behinderungen betroffene Menschen im Alltag erleben, sei es durch die Medikamente oder verständnislose Mitmenschen, und dass Arbeitslosigkeit und Armut die größten Barrieren für eine gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft sind. Die Vorurteile der Umwelt gegenüber "Psychisch Kranken" machen es den Betroffenen schwer, offen mit den Behinderungen umzugehen, zumal sie, im Gegensatz zu körperlichen Behinderungen, nicht auf den ersten Blick sichtbar sind. Gute Arbeitgeber, zu denen man Vertrauen aufbauen kann, verzichten nicht auf das Können der Psychiatrieerfahrenen und integrieren die leicht behinderten Menschen mit nur geringem Aufwand in das Arbeitsleben. Weitere Themen des Gesprächs waren die Selbsthilfe, die Soteria und ein zu schaffender bayernweiter Krisendienst sowie die Mitarbeit des BayPE e.V. am neuen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (PsychKHG), das der Bayerische Landtag verabschieden will.

Das vollständige Interview finden Sie hier auf:
www.barrierefrei.bayern.de

10. April 2016


Bayreuth war ein voller Erfolg

Pressemitteilung
des BayPE e.V.
zu den Ergebnissen des Bayreuther Selbsthilfe-Tages am 26. März 2016:

Beglückende Inklusion am Selbsthilfetag

Am Karsamstag veranstaltete der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener einen Selbsthilfetag im Evangelischen Gemeindehaus in der Richard-Wagner-Straße 24 in Bayreuth. Interessierte, die entweder bereits einer Selbsthilfegruppe angehörten, auf der Suche nach einem Angebot waren oder sich über eine Gründung informieren wollten, wurden eingeladen.

Pünktlich um 9:30 Uhr begrüßte Frau Heland-Graef, Mitglied im Vorstand des Bayerischen Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener die Vertretung der Oberbürgermeisterin von Bayreuth, Frau Steininger von der Fraktion Bündnis 90/Grüne. Frau Steininger erzählte, wie sehr sie sich freue die Teilnehmenden zu dem Selbsthilfetag begrüßen zu dürfen und gab unumwunden zu, dass für sie Selbsthilfe lange Zeit nur in Verbindung zu Körperbehinderungen ein Thema gewesen sei.

Umso mehr freue es sie, an diesem Selbsthilfetag eines Besseren belehrt zu werden. Es sei ihr wichtig, dass es nicht nur negative Schlagzeilen gibt. Als Beispiel erwähnt Frau Steininger den Germanwings-Absturz. Außerdem betont sie den Erfolg, dass gerade vom Bayerischen Landtag ein neues Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz auf den Weg gebracht werde.

Frau Claudia Friedel, von der Selbsthilfeunterstützungsstelle Bayreuth (angesiedelt in den Räumen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes) konnte man die Freude förmlich ansehen, dass auch Menschen von anderen Selbsthilfegruppen gekommen sind. Anhand einer Präsentation stellte sie vor, was Selbsthilfe ist und was sie bewirken kann. Frau Heland-Graef ergänzte diesen Beitrag um die Aspekte, das Anliegen zur Selbsthilfe zu gehen, geschehe auch um nicht zu vereinsamen, beziehungsweise sich in der Gemeinschaft zu festigen und gegenseitig zu unterstützen. Frau Gesslein von den Angehörigen Psychisch Kranker Bayreuth rundete die Begrüßung mit Ihrem Grußwort ab.

Frau Heland-Graef, Mitglied im Vorstand des Bayerischen Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener äußerte sich zum Ende der Grußworte und Vorträge zutiefst beindruckt darüber, dass auch von anderen Selbsthilfegruppen Mitglieder gekommen waren. „So können wir von diesem Tag sagen, was andere immer wollen und nicht schaffen“, erkannte sie beglückt: „Wir haben Inklusion an diesem Tag gelebt, gearbeitet und uns daran erfreut. Das war eine wertvolle Erfahrung.“

Nach einem guten Mittagessen teilten sich die Anwesenden, wie von selbst in eine Gesprächsgruppe und eine Malgruppe auf. „Das war ein sehr lebendiger Selbsthilfetag mit sehr guten Ergebnissen“, resümierte Frau Heland-Graef: Wieder einmal wurden wir bestätigt in unserer Arbeit. Rückmeldungen wie "es war für mich positiv gestaltet“ oder „habe jetzt neuen Mut und Kraft weiterzumachen" bis zu "es waren gute Strömungen und ein gutes Ergebnis" stehen doch für sich selbst.

4. April 2016


Komfort-Raum statt Isolierzimmer!

Stellungnahme
des Bayerischen Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener e.V. zu einer Petition an den Bayerischen Landtag, die die Einrichtung von Isolierzimmern fordert.
Wir sagen dazu: Isolierung fördert nicht die Heilung!

23. März 2016


Kunst für alle Menschen

Inklusive-Kunstausstellung in der Galerie Bezirk Oberbayern

(ein Hinweis der Münchner Psychiatrie-Erfahrenen MüPE e.V.)

Herzliche Einladung zur Eröffnung der Ausstellung

Schichtarbeit - Papierarbeiten von Dörthe Bäumer und Lotte Lehmann

am Mittwoch, 16. März 2016, Beginn 18 Uhr
mit einem Grußwort
der stellvertretenden Bezirkstagspräsidentin Friederike Steinberger
Einführung: Anna Wondrak, Kunsthistorikerin

Tanz-Performance Körperträume - Traumkörper von abArt

Galerie Bezirk Oberbayern
Prinzregentenstraße 14 (gegenüber Haus der Kunst)
80538 München

    PDF-Einladung

Die Veranstaltung ist gebärdenunterstützt.
Für schwerhörige Personen gibt es eine mobile Induktionsschleife. Der Ausstellungstext steht auch in Leichter Sprache und Brailleschrift zur Verfügung.

Die Ausstellung kann man bis zum 10. Juni 2016 besuchen.

9. März 2016


Selbsthilfe-Tag in Bayreuth

Der BayPE e.V.

lädt herzlich ein zum
Bayerischen Selbsthilfetag 2016

am Samstag, 26. März 2016
von 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr nach Bayreuth


Alle Einzelheiten entnehmt bitte der PDF-Einladung.
Interessierte Psychiatrie-Erfahrene sind herzlich willkommen! Wir bitten um eine Anmeldung.

25. Februar 2016


Rundbrief 2015

Der BayPE-Rundbrief 2015 ist fertiggestellt worden.

Informieren Sie sich über das geplante PsychKHG, die Soteria in Zwiefalten, über die Ergebnisse verschiedener Kongresse des Jahres in der Region Bayern und über die psychischen Probleme der Angehörigen.

Weiterhin wird vom Selbsthilfetag berichtet, vom Forum Akutpsychiatrie und die Situation ehemaliger Heimkinder wird erläutert.

Am Anfang steht aber ein wichtiges Telegramm aus Schwaben und die Ehrung eines langjährigen Selbsthilfe-Aktivisten. Viel Spaß beim Lesen wünscht

der BayPE-Vorstand

17. Dezember 2015


Auszeichnung für BayPE-Mitglied

Reinhold Hasel erhält Verdienstorden der Bundesrepublik

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für Reinhold Hasel verliehen am 10. September 2014 vom Bundespräsidenten Joachim Gauck auf Vorschlag des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, überreicht vom Augsburger Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl im Juli 2015.

Aus der Laudatio
von Oberbürgermeister
Dr. Kurt Gribl:

Die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wurde 1951 gestiftet vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss. Dieser Orden, so der Willen des Stifters, „soll eine Auszeichnung all derer sein, die zum friedlichen Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland beitragen.“ Das Wort „Aufstieg“ ist der Zeit von 1951 geschuldet, als der Wiederaufbau Deutschlands zentrale Aufgabe der Gesellschaft war. Heute können wir „friedlichen Aufstieg“ vielleicht mit „friedliche Gestaltung und gesellschaftliche Weiterentwicklung“ beschreiben. Dies ist zu jeder Zeit nötig und wichtig. Ein Bürger unserer Stadt, der diese Kriterien erfüllt, ist Herr Polizeioberkommissar a.D. Reinhold Hasel. Maßgebliche Ehrenämter von Herrn Hasel:

  1. Mitglied im Behindertenbeirat der Stadt Augsburg seit 2001; dort im Fachbereichssprecher bis 2013
  2. Vorstand im Bayerischen Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. bis 2014
  3. Vorstand im Bundesverbandes Psychiatrie-Erfahrener e.V. bis 2012

Die Auflistung belegt herausragenden Einsatz von Herrn Hasel für Menschen mit Behinderung. Er engagiert sich unermüdlich, gibt umfangreiches Wissen weiter und fordert andere auf zum Mitmachen. Besonderes Verdienst hierbei Ihr Einsatz um Belange von Menschen mit psychischer Behinderung. Diese Gruppe wird oft nicht wahrgenommen, da die Behinderung nicht äußerlich sichtbar ist. Seit 2007 organisieren Sie mit dem Schwäbischen Schaustellerverband den Augsburger Plärrer-Rundgang des Behindertenbeirates, an dem ca. 120 Menschen mit geistiger und psychischer Behinderung teilnehmen. Diese Umsetzung des Inklusionsbeirates ist beispiellos, hat in ganz Schwaben für positives Echo gesorgt. Durch Ihr wertvolles Engagement haben Sie, Herr Hasel, sich für den Bayerischen Landesverband Psychiatrie-Erfahrener und den Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. überaus verdient gemacht. Aufgrund dieses vielfältigen Engagements werden Sie hier und heute mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet.

16. September 2015


Almuth-Rönner-Inklusionspreis

Ehrung für Almuth Rönner

Die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft (PSAG) Pfaffenhofen vergibt dieses Jahr erstmalig den Almuth-Rönner-Inklusionspreis. Almuth Rönner war langjähriges engagiertes Vorstandsmitglied im Bayerischen Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. und aktiv in der Selbsthilfearbeit im Raum Pfaffenhofen (Ilm) tätig. Sie ist im letzten Jahr nach schwerer Krankheit verstorben. Der Preis soll das Engagement für ein würdiges Leben von psychisch beeinträchtigten Menschen anerkennen und fördern.

Weitere Informationen zum Almuth-Rönner-Inklusionspreis finden Sie unter: www.hallertau.info

29. Mai 2015


Plakat zum Download

BayPE-Plakat zur Öffentlichkeitswerbung

Das neue BayPE-Plakat (Größe DIN A4) ist fertig und kann in der Geschäftsstelle kostenlos angefordert werden. Das abstrakte Hintergrundbild auf dem Plakat ist gemalt von Franz Leitenmeier. Auf der freien Fläche im unteren Bereich kann die Kontaktadresse der Selbsthilfegruppe vor Ort eingedruckt werden oder es können auch aktuelle Veranstaltungen beworben werden.

Wir freuen uns, wenn das Plakat in den Kliniken, Arztpraxen, Apotheken, Beratungsstellen usw. eine große Verbreitung findet.

30. April 2015


Brief an das Ministerium

Betrifft: Beschluss des Bayerischen Landtags: „Eckpunkte und Runder Tisch für ein Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz“

Unser Brief an den Ministerialdirigenten im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege vom 26. Januar 2015 und die Stellungnahme des Bayerischen Landesverbandes für Psychiatrie-Erfahrene e.V. zu den Eckpunkten für ein PsychKHG in Bayern, die wir in den nun beginnenden und vom Landtag beschlossenen Prozess eines „Runden Tisches“ einbringen. (siehe untenstehende Dokumente)

Statt PsychKHG sprechen wir lieber von einem Psychiatrischen Hilfegesetz (PsychHG).

Die Wahrung der Würde, der Grundrechte und der körperlichen und seelischen Unversehrtheit der Patienten in der Psychiatrie muss bei allen Überlegungen im Vordergrund stehen.

Auf drei Punkte, die auch in unserer Stellungnahme aufgeführt sind, wollen wir in besonderer Weise nochmals hinweisen:

  • Bayern braucht einen niederschwelligen, flächendeckenden Krisendienst.

  • Wir fordern, die ambulante psychiatrische Versorgung flächendeckend auszubauen und dafür Klinikplätze zu reduzieren.

  • Wir wollen, dass die erfolgreichen Konzepte Soteria und Open Dialogue in Form von Modellprojekten in jedem Regierungsbezirk gefördert werden und nach einer gewissen Zeitspanne als Regelversorgung gesetzlich festgeschrieben werden.



Brief an das StMGP, Herrn Heide (PDF-Dokument)
BayPE-Stellungnahme (PDF-Dokument)



30. Januar 2015


Erste Ergebnisse in der Politik

Runder Tisch für ein Psych(K)HG in Bayern!

Im Bayerischen Landtag kamen Abgeordnete des Gesundheitsausschusses zusammen, um möglichst schnell ein "Psychisch-(Kranken)-Hilfe-Gesetz", das diesen Namen auch verdient, in ein Gesetzgebungsverfahren zu überführen. Dazu soll ein Runder Tisch mit Abgeordneten, Angehörigen, Betroffenen-Vertretern und professionellen Helfern eingerichtet werden. Mehr zu diesem Thema, direkt vom Bayerischen Landtag.

Hier der Offizielle Beschluss als PDF zum Download.

25. Juli 2014


Frühere Einträge siehe
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