Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.


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Information

Inhalt:

  1. Lektüre zur Sommerpause: ein neuer BayPE-Rundbrief
  2. Einweisung eskaliert im Todesschuss - Stellungnahme des BayPE
  3. Presse-Rückblick: 20 Jahre BayPE e.V. - Erreichtes und Ziele
  4. SZ-Artikel über das PsychKHG im Gesundheitsausschuss
  5. Artikel "Weg vom Zwang – hin zu mehr Freiheit"
  6. Beitrag zur Psychiatrietagung „zugehörig – angewiesen – gemeinsam“
  7. Grußwort des Bezirkstags-Präsidenten Josef Mederer
  8. Jubiläums-Fachtag 20 Jahre Verband Bayerischer Psychiatrie-Erfahrener
  9. Bayern barrierefrei, auch für Psychiatrie-Erfahrene (Interview)
  10. Presseerklärung zum Selbsthilfe-Tag in Bayreuth
  11. Position des Verbandes zur Isolierzimmer-Petition


Rundbrief zur Sommerpause

Der Sommer-Rundbrief 2016 ist fertiggestellt worden. Bis zur Mitgliederversammlung, die wie immer Anfang September stattfindet (die Einladungen wurden verschickt), ist es noch etwas Zeit. Bis dahin, und zur Überbrückung der Sommerpause, empfehlen wir Ihnen die Lektüre des neuesten BayPE-Rundbriefes aus der Welt der bayerischen Selbsthilfe. Viel Spaß beim Lesen und einen schönen August wünscht

der BayPE-Vorstand

5. August 2016


Schußwaffengebrauch mit Todesfolge

PRESSEMITTEILUNG


Augsburg, den 28. Juli 2016

„Wir fordern Aufklärung“

Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. alarmiert über Tod eines Patienten bei Polizeieinsatz

Hintergrund

Erharting in Oberbayern, 13. Juli 2016: Ein 62-jähriger Bewohner eines Altenheims soll in die Psychiatrie gebracht werden. Eine Polizeistreife rückt an, um den Transport zu begleiten. Als zwei Polizisten mit Sanitätern den Raum betreten, greift der Heimbewohner mit einem Messer an und verletzt einen Polizisten schwer am Bein. Mindestens einer der Polizisten schießt auf den Mann, dieser stirbt noch vor Ort. Er habe unter chronischer Schizophrenie gelitten.

Unsere Stellungnahme

Bei diesem Fall drängt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit des Gewalteinsatzes auf. Wie konnte es zu dieser Eskalation mit tödlichem Ausgang kommen? Wie steht es um die Schulung der Polizei im Umgang mit möglicherweise traumatisierten Menschen?

Der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. will den Tod eines Menschen nicht einfach hinnehmen und fordert eine umfassende öffentliche Aufklärung des Falles.

Die verpflichtende Einbeziehung des Krisendienstes bei Klinikeinweisungen haben wir schon vor einem Jahr am Runden Tisch zum PsychKHG gefordert. Der Fall zeigt erneut, wie notwendig der weitere Ausbau des Krisendienstes ist und wie wichtig es ist, deeskalierend zu wirken.

Dies ist leider nicht der einzige Fall übermäßiger Polizeigewalt gegen Menschen mit psychischer Erkrankung. Wir sind auch über die Anforderung eines Spezialeinsatzkommandos in Kronach (Oberfranken) im Zusammenhang mit der Klinikeinlieferung eines Mannes am 15. Juli alarmiert. Auch hier stellt sich die Frage der Verhältnismäßigkeit. Eine Erklärung zu diesem Vorfall steht aus.

Presse-Mitteilung als PDF

1. August 2016


Rückblick in der Presse

20 Jahre gemeinsam schwierige Nüsse knacken

20 Jahre Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. (BayPE), d.h. 20 Jahre Einsatz für Menschen, die mit seelischen Krisen zu kämpfen haben. Der historische Kaisersaal von Kloster Banz im oberfränkischen Bad Staffelstein bot die würdige Kulisse für die Feierlichkeiten zum Verbandsjubiläum. Zu zwei Tagen mit Musik und Glückwünschen, aber auch zum fachlichen Austausch war eine Festgesellschaft von rund 30 Personen zusammengekommen. Vorstand Martina Heland-Gräf führte durch die Veranstaltung, die unter dem Motto "Gemeinsam Nüsse knacken" stand.

Untermiete beim Münchner Psychiatrie-Erfahrenen-Verein, ein halber Schrank, ein Computer, ein Drucker - so hatte alles vor 20 Jahren begonnen. Aus der Arbeitsgemeinschaft im Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener erwuchs ein eigener Landesverband. Karin Haehn, als Frau der ersten Stunde Gast im Kloster Banz, hat sich wie viele andere über Jahre ehrenamtlich engagiert. "Es war neu, dass sich Menschen zusammenschließen und outen", sagte sie. "Es war wichtig sichtbar zu machen, dass Psychiatrieerfahrene keine Ungeheuer sind."

Die Zeiten der Untermiete sind vorbei, heute hat der Verband eine eigene Geschäftsstelle in Augsburg. Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Menschen mit Behinderung, blickte in ihrem Grußwort mit Freude auf die Eröffnung zurück. Kathrin Sonnenholzner, Mitglied des Bayerischen Landtags und Dr. Georg Walzl, Ministerialdirigent im Bayerischen Ministerium für Gesundheit und Pflege, würdigten die Mitarbeit Psychiatrieerfahrener bei zahlreichen Arbeitssitzungen zum PsychKHG. Als "etablierten und gewieften Akteur" in der bayerischen Psychiatrie-Politik bezeichnete Josef Mederer, Präsident des Verbandes der Bayerischen Bezirke, den BayPE.

Beratung von Landtag, Bezirketag, zuständigen Ministerien und Fachgremien gehört heute zu den Aufgaben des Landesverbands. Neben der politischen Interessenvertretung ist ein anderes Arbeitsgebiet die Stärkung der Selbsthilfe. Hierzu initiiert und berät BayPE Gruppen, organisiert Selbsthilfetage in verschiedenen bayerischen Städten, fördert Austausch und Vernetzung. All dies wäre ohne die Basis, die psychiatrieerfahrenen Vereinsmitglieder, nicht möglich. Martina Heland-Gräfs besonderer Dank ging deshalb an sie: "Ohne die Mitglieder würde es den Verein nicht geben."

Der Blick ging nicht nur zurück in die Geschichte des Verbandes, sondern auch nach vorn: Das Zusammenkommen in Kloster Banz nutzten die Mitglieder auch für ein Brainstorming, wie es inhaltlich weitergehen soll. Eigenständige Selbsthilfegruppen, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für psychisch Belastete und unabhängige Beschwerdestellen - diese Themen möchten sie unter anderen auf der Agenda sehen. Diese "Nüsse" werden nur gemeinsam zu knacken sein.

nth

Quelle: Psychosoziale Umschau 03-2016

31. Juli 2016


Schwierige Beratungen zum Psych-KHG

Süddeutsche Zeitung berichtet vom Gesundheitsausschuss:

Margarete Blank, Vorständin des BayPE e.V., sprach am Rande der Beratungen des Landtags- Gesundheitsausschusses mit Lisa Schnell von der Süddeutschen Zeitung über den Stand des Gesetzgebungsverfahrens für ein neues Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (PsychKHG), das eine bessere Versorgung von Patienten gerade in Krisenzeiten der Betroffenen ermöglichen soll. Doch wie so oft bei institutionellen Fragen geht es ums Geld. Die Bayerischen Bezirke sehen sich außerstande, einen Krisendienst aufzubauen, und auch bei der Frage der Transparenz bei Zwangsbehandlungen gab es lebhafte Diskussionen. Einerseits könnte man damit kontrollieren, welche psychiatrischen Einrichtungen Zwangsmittel gehäuft anwendeten, andererseits wäre es nicht im Sinne der Betroffenen namentlich in einem öffentlich einsehbaren Register zu erscheinen. Für ein echtes Hilfe-Gesetz gibt es also noch einiges zu klären ...

zum Artikel der Süddeutschen Zeitung

11. Juli 2016


Weg vom Zwang – hin zu mehr Freiheit

In Zusammenarbeit mit BayPE und dem Bayerischen Bezirketag fand die Tagung:

Neue Wege in der Psychiatrie:
Psychiatrie - Inklusion - Politik


in der Politischen Akademie Tutzing statt.
hier zur ihrer Webseite

Der Bericht im Anschluss an die Tagung:
Weg vom Zwang - hin zu mehr Freiheit
(PDF-Artikel)

Akademie-Report 02-2016

23. Mai 2016


Psychiatrie-Erfahrene und Politik:
Ohne gemeinsame Gespräche geht es nicht!


Martina Heland-Gräf am 12. Mai 2016 in der Evangelischen Akademie Tutzing auf der Psychiatrietagung „zugehörig – angewiesen – gemeinsam“:

Wer Visionen hat, der soll zum Arzt gehen, sagte mal Altbundeskanzler Helmut Schmidt. Und ich sage: Die wichtigste Vision ist die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und da die Politik das noch nicht versteht umzusetzen, werden in der Bundesregierung viele Arzttermine vergeben.

Politik und Psychiatrie-Erfahrene haben sich in den letzten Jahren zusammen mit den Angehörigen-Verbänden in Bayern so angenähert, dass man schon von trialogischen Gesprächen reden kann. Politiker verstehen langsam, dass sie Entscheidungen nicht ohne uns, die Erfahrenen und die Angehörigen, treffen können. Wir wollen hoffen, dass es sich nicht um ein Legislatur- periodensymptom handelt und dann wieder verschwindet, aber je mehr wir mit Politikern reden umso mehr habe ich den Eindruck, dass wir auch lernen, wie Politik geht. Auch wenn ich jetzt etwas salopp sage: Es ist ein Hauen und Stechen und dann wird man sich einig.

Politik im Trialog erwartet, das jeder jedem respektvoll zuhört, bestenfalls nachdenkt und dann punktgenau darauf antwortet. Um dann eben zu einem tragfähigen Ergebnis zu kommen.

In Bayern gehen die Uhren ja anders als andernorts. Wenn es für die Bundesregierung keine Arzttermine mehr gibt, sollten die Bayern das Kontingent auf jeden Fall reservetechnisch erweitern, um die Visionen von Politikern, Psychiatrie-Erfahrenen und Angehörigen im besten trialogischen Stil zu bearbeiten.

Auf dem Einladungsflyer steht: Ein Trialog ist ein Dialog. Meine Oma hat früher zu mir gesagt: „Viele Köche verderben den Brei." Lange habe ich darüber nachgedacht, wie sie das meinte. Je mehr Menschen ein Thema bearbeiten, umso mehr Köpfe rauchen, je mehr Ideen können besprochen werden, aber auch umso größer wird die Gefahr, den roten Faden zu verlieren, welches das Ergebnis in weite Ferne rücken lassen kann.

Unsere BayPE-Politik ist Gesundheitspolitik und nicht nur Jammern. Wir lassen uns auf unangenehme Gespräche und Gesprächssituationen ein und formulieren uns. Es geht uns auch nicht darum, sagen zu können, wir reden mit dem Professor oder Abgeordneten oder einem Minister, wir wollen uns nicht im Glanz hochstehender Persönlichkeiten sonnen. Wir wollen mit ihnen professionell arbeiten und nicht von deren Anerkennung abhängig sein. Das soll heißen: Zusammenarbeiten auf Augenhöhe.

Wir bringen ja auch Fachwissen mit und eignen uns zusätzliches Wissen an, um zielführende und richtige Entscheidungen im Trialog zu treffen. Es gibt Selbsthilfe-Gesprächsgruppen und örtliche Selbsthilfe-Vereine und es gibt den BayPE, der sich politisch für Psychiatrie-Erfahrene in ganz Bayern einsetzt und dabei auch nicht die Vergangenheit der Euthanasie vergisst.

Ausgewogene Gesprächssituationen, egal ob trialogisch oder anderswie, sind nicht zwei gegen einen.

zugehörig – angewiesen – gemeinsam

Das sind drei Wünsche auf einmal.
Ob wir als Psychiatrie-Erfahrene zugehörig sein müssen, weil wir gemeinsam angewiesen sind uns zu definieren, oder ob wir auf jemanden angewiesen und deswegen gemeinsam zugehörig sind, müsste noch trialogisch auf Augenhöhe besprochen werden.

Keine Angst: Das Wortdurcheinander soll nur zum Nachdenken anregen, dass Worte manchmal auch eine Auslegungssache sind und gut gewählt sein wollen. Ich hoffe ich habe mich politisch nicht um Kopf und Kragen geredet und es hat keiner für mich einen Arzttermin ausgemacht.

Diese Veranstaltung war eine wichtige, weil es gelungen ist Trialog wie einen roten Faden durch die Veranstaltung zu schleusen. Um klar zu machen, ohne ein gemeinsames zusammengehöriges aufeinander angewiesenes Gespräch im Trialog oder Dialog geht es nicht. Das ist ein super Ergebnis.

In diesem Sinne freue ich mich als Teil dabei gewesen zu sein.
Vielen Dank!

17. Mai 2016


Trialog mit Betroffenen soll Standard in Krankenhäusern werden

Grußwort des Präsidenten des Bayerischen Bezirketags
Josef Mederer

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder des Landesverbands Psychiatrieerfahrener,

zunächst wünsche ich Ihnen zu Ihrem zweiten runden Geburtstag von Herzen alles Gute! Mit 20 ist man längst den Kinderschuhen entwachsen und gewachsen, das beweisen Sie uns nicht nur mit Ihrer Jubiläumsveranstaltung im ehrwürdigen Kloster Banz und den zahlreichen Gratulanten und Grußwortrednern.
Längst sind Sie ein etablierter und gewiefter Akteur in Sachen Psychiatrie auf der Landesebene. Und das ist auch gut so!!

Aus Sicht eines kommunalen Spitzenverbandes, der zum einen die Versorgungsverantwortung der Bezirke für die akutpsychiatrische Versorgung durch ihre Kliniken, aber auch den Bereich der komplementären Versorgung im Rahmen der Eingliederungshilfe bündelt, braucht es den BayPE als Gegenüber, als Dialogpartner, aber auch als Sprachrohr, welches Forderungen Nachdruck verleiht, den Finger auf die Wunde legt, auf Defizite aufmerksam macht.
Ich bewundere, wie sich der Landesverband in den letzten Jahren entwickelt hat, gereift in Durchschlagskraft und Ausdrucksvermögen. Aus vielen Arbeitsgruppen im Rahmen des Runden Tisches PsychKHG oder des Bezirketags sind Ihre wertvollen, augenöffnenden Beiträge nicht mehr weg zu denken. Sie wirken selbstverständlich in den Planungs- und Steuerungsgremien des Versorgungssystems sowie bei Experten- und Verbandsanhörungen mit und können so Ihren Grundsatz „Nichts über uns ohne uns“ an vielen Stellen in die Tat umsetzen. Ihr beharrliches An-Die-Schale-Klopfen hat dabei so manches (Vor)Urteil weich geklopft.

Der Bayerische Bezirketag ist dem Landesverband in besonderer Weise verbunden. Deswegen bedauern sowohl ich wie auch die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle sehr, dass wir an Ihrer Geburtstagsfeier nicht teilnehmen können ... weiterlesen

14. Mai 2016


20 Jahre Einsatz für Psychiatrie-Erfahrene

Einladung zum Fachtag organisierter Psychiatrie-Erfahrenen-Selbsthilfe in Bayern

Pressemeldung

Der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. (BayPE e.V.) feiert mit einem Fachtag sein 20-jähriges Jubiläum

von
Dienstag, 17. bis Mittwoch, 18. Mai 2016
im Bildungszentrum Kloster Banz.

Eingeladen sind alle Mitglieder und Aktive in der Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener, sowie Angehörige von Menschen mit der Erfahrung psychischer Krisen, deren Freunde und Förderer.

Den Auftakt bilden Glückwünsche und Grußworte

  • von Herrn Achim Kuck, Vorstandsmitglied des BayPE e.V.
  • von Frau Kathrin Sonnenholzner, Mitglied des Bayerischen Landtags
  • von Frau Susanne Stier, Vorstandsmitglied der Münchener Psychiatrie-Erfahrenen e.V.
  • von Herrn Dr. Georg Walzel, Ministerialdirigent des Ministeriums für Gesundheit und Pflege
  • von Frau Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Menschen mit Behinderung
  • und von Frau Heidi Popp, vom Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker
  • angefragt ist Herr Josef Mederer, Präsident des Bayerischen Bezirketags

Für den musikalischen Rahmen spielt das Landesverbandsorchester auf.

Mit der Lesung des Augenzeugentextes Wie es begann - Bayerns Psychiatrie-Erfahrene organisieren sich und dem Impuls-Referat Recovery-Bewegung wird die Richtung des ersten Tages gezeichnet. Die Teilnehmenden werden sich auf ihre Ressourcen und Bedarfe besinnen können um gemeinsam in Kleingruppen exemplarisch Beispiele für gelingende Alternativen zur herkömmlichen psychiatrischen Behandlung zu erarbeiten und zu formulieren.

Am zweiten Tag referiert Herr Werner Brand, Bürgerhilfe in der Psychiatrie, Landesverband Bayern e.V. zum Thema „Achtsamkeit“. Anschließend werden diverse Gesprächsforen angeboten.

Dabei soll eine Gewissheit den Teilnehmenden bleiben:
Vor 20 Jahren, am 18. Mai 1996, konstituierte sich in Nürnberg die Bayerische Landesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie Erfahrener im Bundesverband Psychiatrie Erfahrener e.V. aus der heraus sich der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. 2001 als Verein gründete und heute nach 20 Jahren ist er immer noch da.

Der BayPE e.V. bedankt sich für die Förderung durch seine Mitglieder und Spender, durch die Bayerische Staatsregierung, vertreten durch die Regierung von Oberbayern, durch den Freistaat Bayern, vertreten durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, durch die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern, durch den Verband der Bayerischen Bezirke und die sieben Bayerischen Regierungsbezirke.

Einladungs-Faltblatt für den Fachtag auf Kloster Banz:

16. April 2016


Barrierefreiheit auch für Psychiatrie-Erfahrene!

Im Gespräch ...

Margarete Blank und Martina Heland-Gräf unterhielten sich im letzten, sehr heißen Sommer mit den Machern der Webseite "Bayern Barrierefrei" der Bayerischen Staatsregierung. Die beiden Vorstandsfrauen des BayPE gaben Auskunft, was es heißt psychiatrieerfahren zu sein und eben nicht "psychisch krank", welche Behinderungen betroffene Menschen im Alltag erleben, sei es durch die Medikamente oder verständnislose Mitmenschen, und dass Arbeitslosigkeit und Armut die größten Barrieren für eine gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft sind. Die Vorurteile der Umwelt gegenüber "Psychisch Kranken" machen es den Betroffenen schwer, offen mit den Behinderungen umzugehen, zumal sie, im Gegensatz zu körperlichen Behinderungen, nicht auf den ersten Blick sichtbar sind. Gute Arbeitgeber, zu denen man Vertrauen aufbauen kann, verzichten nicht auf das Können der Psychiatrieerfahrenen und integrieren die leicht behinderten Menschen mit nur geringem Aufwand in das Arbeitsleben. Weitere Themen des Gesprächs waren die Selbsthilfe, die Soteria und ein zu schaffender bayernweiter Krisendienst sowie die Mitarbeit des BayPE e.V. am neuen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (PsychKHG), das der Bayerische Landtag verabschieden will.

Das vollständige Interview finden Sie hier auf:
www.barrierefrei.bayern.de

10. April 2016


Bayreuth war ein voller Erfolg

Pressemitteilung
des BayPE e.V.
zu den Ergebnissen des Bayreuther Selbsthilfe-Tages am 26. März 2016:

Beglückende Inklusion am Selbsthilfetag

Am Karsamstag veranstaltete der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener einen Selbsthilfetag im Evangelischen Gemeindehaus in der Richard-Wagner-Straße 24 in Bayreuth. Interessierte, die entweder bereits einer Selbsthilfegruppe angehörten, auf der Suche nach einem Angebot waren oder sich über eine Gründung informieren wollten, wurden eingeladen.

Pünktlich um 9:30 Uhr begrüßte Frau Heland-Graef, Mitglied im Vorstand des Bayerischen Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener die Vertretung der Oberbürgermeisterin von Bayreuth, Frau Steininger von der Fraktion Bündnis 90/Grüne. Frau Steininger erzählte, wie sehr sie sich freue die Teilnehmenden zu dem Selbsthilfetag begrüßen zu dürfen und gab unumwunden zu, dass für sie Selbsthilfe lange Zeit nur in Verbindung zu Körperbehinderungen ein Thema gewesen sei.

Umso mehr freue es sie, an diesem Selbsthilfetag eines Besseren belehrt zu werden. Es sei ihr wichtig, dass es nicht nur negative Schlagzeilen gibt. Als Beispiel erwähnt Frau Steininger den Germanwings-Absturz. Außerdem betont sie den Erfolg, dass gerade vom Bayerischen Landtag ein neues Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz auf den Weg gebracht werde.

Frau Claudia Friedel, von der Selbsthilfeunterstützungsstelle Bayreuth (angesiedelt in den Räumen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes) konnte man die Freude förmlich ansehen, dass auch Menschen von anderen Selbsthilfegruppen gekommen sind. Anhand einer Präsentation stellte sie vor, was Selbsthilfe ist und was sie bewirken kann. Frau Heland-Graef ergänzte diesen Beitrag um die Aspekte, das Anliegen zur Selbsthilfe zu gehen, geschehe auch um nicht zu vereinsamen, beziehungsweise sich in der Gemeinschaft zu festigen und gegenseitig zu unterstützen. Frau Gesslein von den Angehörigen Psychisch Kranker Bayreuth rundete die Begrüßung mit Ihrem Grußwort ab.

Frau Heland-Graef, Mitglied im Vorstand des Bayerischen Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener äußerte sich zum Ende der Grußworte und Vorträge zutiefst beindruckt darüber, dass auch von anderen Selbsthilfegruppen Mitglieder gekommen waren. „So können wir von diesem Tag sagen, was andere immer wollen und nicht schaffen“, erkannte sie beglückt: „Wir haben Inklusion an diesem Tag gelebt, gearbeitet und uns daran erfreut. Das war eine wertvolle Erfahrung.“

Nach einem guten Mittagessen teilten sich die Anwesenden, wie von selbst in eine Gesprächsgruppe und eine Malgruppe auf. „Das war ein sehr lebendiger Selbsthilfetag mit sehr guten Ergebnissen“, resümierte Frau Heland-Graef: Wieder einmal wurden wir bestätigt in unserer Arbeit. Rückmeldungen wie "es war für mich positiv gestaltet“ oder „habe jetzt neuen Mut und Kraft weiterzumachen" bis zu "es waren gute Strömungen und ein gutes Ergebnis" stehen doch für sich selbst.

4. April 2016


Komfort-Raum statt Isolierzimmer!

Stellungnahme
des Bayerischen Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener e.V. zu einer Petition an den Bayerischen Landtag, die die Einrichtung von Isolierzimmern fordert.
Wir sagen dazu: Isolierung fördert nicht die Heilung!

23. März 2016


Frühere Einträge siehe
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